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Artikel vom 01.04.2011 von D. Hubert, MSc.-Psychologin
 
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Postnatale Depression: Wochenbettdepression


postnatale depression Für die meisten Frauen ist die Geburt eines Kindes eine sehr intensive Erfahrung, sowohl körperlich als auch emotional gesehen. Daher ist es natürlich nach der Entbindung Stimmungsschwankungen zwischen Traurigkeit und purem Glück zu empfinden.

Diese Gefühle werden als Babyblues bezeichnet. In den meisten Fällen verschwindet dieser Blues etwa 10 Tage nach der Geburt. Manche Frauen entwickeln jedoch eine starke und anhaltende Depression. Es handelt sich um die sogenannte postnatale Depression, auch Wochenbettdepression genannt.

Symptome erkennen

Es ist wichtig die Symptome der postnatalen Depression so früh wie möglich zu erkennen, bei Ihnen oder einer Bekannten. Dies ist oft schwierig, da die depressiven Gefühle von starker und irrationaler Angst begleitet sein können. Die Mutter kann befürchten den Überblick zu verlieren oder von anderen als unfähig bezeichnet zu werden.

Frauen mit postnataler Depression können das Gefühl haben eine schlechte Mutter zu sein und trauen sich daher nicht um Hilfe zu bitten. Doch es gibt Unterstützung für Frauen mit einer solchen Schwierigkeit.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genaue Ursache für eine postnatale Depression ist nicht bekannt. Die Hormonveränderungen während der Schwangerschaft und nach der Entbindung können mögliche Faktoren sein. Wenn die Entbindung nicht so verlaufen ist, wie die Mutter sie sich vorgestellt hat, kann der daraus entstehende Stress die Depression auslösen. Verschiedene Studien zeigen, dass das Alter der Mutter, ihre Erwartung an ihre mütterlichen Aufgaben, die Art der Entbindung und die soziale Unterstützung eine Rolle spielen können.

Es gibt nicht den Auslöser. Vielmehr scheint das Zusammenspiel mehrerer Faktoren die Depression hervorzurufen. Wichtig ist jedoch, dass nicht die junge Mutter selbst die Ursache ist.

Eins ist sicher: Frauen, die vor der Schwangerschaft eine depressive Episode hatten, haben ein erhöhtes Risiko, an einer Wochenbettdepression zu erkranken. Diese Frauen sollten vorab mit ihrem Arzt sprechen um eine geeignete Behandlung abzusprechen.

Behandlung der postnatalen Depression

Die postnatale Depression kann, so die canadian mental health association, mithilfe von Psychotherapie, sozialer Unterstützung und Antidepressiva behandelt werden. Psychotherapie ist eine wirksame Behandlungsform, die von vielen Frauen gewählt wird.

Außerdem hat sich die Lichttherapie als unterstützende Behandlungsmethode als wirksam erwiesen. Ihr Vorteil ist außerdem, dass sie es oft ermöglicht die Medikamentendosis in der Stillzeit so gering wie möglich zu halten.

Ihr Arzt kann Sie am besten beraten, welche Form der Behandlung für Sie geeignet ist.

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