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Depression und Arbeit




In diesem Kapitel behandeln wir zwei Themen zum Zusammenhang zwischen Arbeit und Depression.

Auf der einen Seite kann Arbeit ein Risikofaktor für das Auslösen einer Depression sein.

Auf der anderen Seite sprechen wir über die Möglichkeiten einer Krankmeldung bei Depressionen.







Depression aufgrund der Arbeit

Arbeit kann ein Risikofaktor für Depressionen sein. Ob er allein depressiv machen kann, bleibt umstritten: es scheint eher, dass einige Personen verletzlicher sind und schneller mit einer Depression auf Probleme bei der Arbeit reagieren.

Besonders schwierige Bedingungen bei der Arbeit (schwierige Aufgabe, Mobbing…) können das Risiko für Depressionen erhöhen. Der Betroffene fühlt sich überfordert oder verliert an Selbstbewusstsein.

Mobbing führt zu Verlust der Selbstwertschätzung. Zur Arbeit zu gehen wird besonders schwierig, der Betroffene fühlt sich schlecht und würde sich am liebsten zu Hause verstecken… Langsam entwickelt sich eine Depression.

In diesem Fall ist es wichtig Abstand (zumindest vorüber gehend) zur Arbeit zu bekommen, denn auch wenn die Quelle des Unwohlseins bekannt ist, heilt dies nicht das Unwohlsein.



Depression und Krankschreibung von der Arbeit

Depression ist eine Krankheit, daher können Sie sich vom Arzt krank schreiben lassen, auch wenn die Arbeit nicht der auslösende Faktor ist.

Da die Depression die Konzentration und Aufmerksamkeit einschränkt und zu starker Müdigkeit führt, kann sie die Arbeit sehr schwer, oder sogar gefährlich machen. Daher kann eine Krankmeldung notwendig sein.

Außerdem verstärken manche Medikamente gegen Depressionen die Aufmerksamkeitsstörungen und die Müdigkeit. Dies kann z. B. beim Autofahren gefährlich werden. Eine Krankmeldung ist daher sinnvoll bis sich der Organismus an die Medikament gewöhnt hat.

Eine Krankmeldung kann auch Teil der Behandlung sein, wenn die Arbeit als ein Grund der Depression angesehen wird.
Bei anderen Personen jedoch, kann die Arbeit gerade helfen aus der depressiven Episode heraus zu kommen, denn die Arbeit hilft bei Sozialisierung, bietet einen Rhythmus und Gleichgewicht. Es kann also manchen depressiven Menschen gerade helfen arbeiten zu gehen.

Wenn Ihr Arbeitgeber einverstanden ist, können Sie einen stufenweisen Wiedereinstieg probieren. Dabei arbeiten Sie z. B. zunächst zwei Arbeitsstunden pro Tag und erhöhen die Arbeitszeit dann langsam in einem Zeitraum von vier bis sechst Wochen.


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