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Depression und Sport

Soll man bei Depressionen Sport treiben?



Ja! Sport ist eines der besten Antidepressiva. Es ist ein natürliches Antidepressivum ohne Nebenwirkungen (außer vielleicht Muskelkater).

Sport hat positive Effekte auf die Person, die unter Depressionen leidet. 30 Minuten körperliche Betätigung täglich über drei bis fünf Tage können bereits die depressiven Symptome abschwächen.

Er verbessert vor allem den Schlaf und die Stimmung, aber auch die Selbstwertschätzung und die Konzentration. Außerdem kann man sich durch Sport in der Gruppe wieder anderen Leuten annähern und so gegen die soziale Isolierung angehen.




Wie funktioniert Sport bei Depressionen?

Durch Sport wird die Anzahl an Neurotransmittern (v. a. Serotonin) im Gehirn erhöht. Bei depressiven Menschen ist die Anzahl an Neurotransmittern oft sehr gering was die verschiedenen Symptome hervorruft.

Außerdem produziert der Körper bei Sport Endorphine, die nötig sind um uns bessere Laune zu verschaffen. Das Lösen der Muskulatur bei körperlicher Betätigung hilft dabei sich zu entspannen und besser zu schlafen. Die Erhöhung der Körpertemperatur kann auch beruhigende Effekte haben.

Die Schwierigkeit Sport zu treiben

Das Problem bei Depressionen ist die geringe Energie und der Interesseverlust, die sie mit sich bringt. Dies hilft natürlich nicht sich sportlich zu betätigen auch wenn man weiß, dass es einem gut tun würde. Die Folge: man treibt keinen Sport, bekommt Schuldgefühle und fühlt sich noch schlechter!

Um diesen Teufelskreis zu beenden, denken Sie an folgende Hinweise:

Wählen sie zunächst eine Sportart, die Ihnen Spaß machen könnte (oder vor der Depression Spaß gemacht hat) und Ihnen machbar scheint.

Fangen Sie dann langsam an. Setzen Sie sich kleine Ziele, z. B. erst 20 Minuten schnelles gehen, dann 30 Minuten, dann 15 Minuten joggen, 20 Minuten…
Oder 20 Minuten schwimmen, dann 30 Minuten…

Überreden Sie eine Freundin oder einen Freund mit Ihnen zu kommen. Das wird Sie zu Regelmäßigkeit zwingen und ermöglicht Ihnen gleichzeitig neuen Kontakt zu anderen.

Wenn es Ihnen trotzdem schwierig erscheint oder Sie niemand haben, der Sie begleiten könnte, schreiben Sie sich in einem Sportverein ein. Es gibt sogar Kurse (z.B. im Sportgesundheitszentrum) für depressive Menschen, die von einem ausgebildeten Coach geleitet werden, der bestens auf Ihre Wünsche und Ihre Schwierigkeiten eingehen kann.



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