FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Thema Depression
Depressiv oder deprimiert, ist das das Gleiche?
Nein. Eine Depression ist eine psychische Krankheit mit spezifischen Symptomen (Energieminderung, Stimmungsabfall, Schlafstörungen, Appetitstörungen…).
Eine bestimmte Anzahl und Intensität über einen Zeitraum von zwei Wochen ist nötig um von Depression sprechen zu können. Deprimiertheit ist ein vorübergehender Zustand von bedrückter Stimmung und Antriebsminderung. Sie kann bei jedem in bestimmten Lebenssituationen auftreten.
Ist Depression eine Krankheit?
Ja. Depression ist eine psychische Krankheit, die in verschiedenen diagnostischen Handbüchern verzeichnet ist. Es handelt sich um eine Krankheit mit bestimmten Symptomen gegen die eine Behandlung verschrieben werden kann.
Kann man eine Depression heilen?
Ja. Die Depression ist heilbar, aber es schwer bis unmöglich von allein gesund zu werden. Es gibt heute verschiedene Behandlungsformen (Antidepressiva, Psychotherapie…), die je nach Typ der Depression und Stärke der Symptome angebracht sind. Sie können auch kombiniert werden.
Haben Antidepressiva Nebenwirkungen?
Antidepressiva können Nebeneffekte haben, vor allem zu Beginn der Behandlung, da der Körper sich erst daran gewöhnen muss. Die Nebenwirkungen sind vom Medikament, der Dosis und der Reaktion Ihres Körpers abhängig. Sie können auch Ihren Arzt fragen mit welchen Nebenwirkungen sie rechnen müssen (Übelkeit, Schlafstörungen, Zittern, Kopfschmerzen, Abhängigkeit).
Kann man sich krank schreiben lassen?
Ja. Da eine Depression eine Krankheit ist, können Sie vorübergehend aufhören zu arbeiten um sich zu erholen. Der Arzt entscheidet ob Ihnen eine Krankmeldung helfen könnte.
In manchen Fällen kann die Arbeit gerade therapeutische Funktion haben, da der Tagesrhythmus durch sie geregelt ist und man soziale Kontakte hat.
Gibt es mehrere Arten von Depression?
Ja. Es gibt verschiedene Formen von Depression. Es kann sich um eine einzelne Episode handeln oder um eine wiederkehrende Depression. Die Depression kann sich auch mit manischen Phasen abwechseln. In diesem Fall spricht man von bipolarer affektiver Störung.
Leiden nur Frauen unter Depression?
Nein. Auch wenn Frauen am häufigsten von Depressionen betroffen sind, können auch Männer, Kinder und Jugendliche an Depressionen erkranken.
Ist die Depression erblich?
Erblichkeit kann ein Faktor sein, erklärt aber nicht alles. Tatsächlich haben Menschen, deren Eltern depressiv sind, ein höheres Risiko ebenfalls an einer Depression zu erkranken, doch es muss nicht zu einer Depression führen. Andererseits können auch andere biologische oder Umweltfaktoren die Ursache für eine Depression sein.
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