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15.9.09: Neurodermitis: Kann Lichttherapie helfen?

Lichttherapie bei Neurodermitis

Es kratzt, es juckt – und in vielen Fällen wissen die Betroffenen bald nicht mehr weiter: Neurodermitis ist eine schlimme Diagnose, vor allem bei Kleinkindern. Wenn andere Therapien nicht anschlagen, hilft oft nur der Einsatz von Cortison.

Jetzt bieten Lichttherapiegeräte neue Hoffnung im Kampf gegen Neurodermitis

Vor einiger Zeit berichtete stern TV erstmals über die Erfolge einer neuen Lichttherapie.

Was ist Neurodermitis?

Die Krankheit entsteht im Knochenmark und ist eine sogenannte Systemerkrankung des ganzen Körpers. Den Endpunkt bildet die Haut, wo Ekzeme auftreten. Die meisten Erkrankten leiden unter unerträglichem Juckreiz und kratzen sich die Stellen auf.

Den Juckreiz lösen falsch programmierte Zellen aus, die aus dem Knochenmark und anderen Immunorganen stammen.

Die Wissenschaft geht davon aus, dass Neurodermitis zumindest zum Teil genetisch bedingt ist. Die Krankheit gilt als unheilbar, lediglich die Symptome können behandelt werden.

Lichttherapie gegen Neurodermitis

Die Lichttherapie beeinflusst direkt das Knochenmark im Körperinneren: Das Licht trifft (nur) die entzündeten Zellen der Haut und tötet sie ab. Diese abgetöteten Zellen werden von den Fresszellen des Körpers zum Lymphknoten abtransportiert.

Von dort erhält dann das Knochenmark das Signal, nicht mehr Neurodermitis auslösende Zellen zu produzieren. Der Nachschub aus dem Knochenmark kommt zum Erliegen, die Haut erholt sich und wird schließlich ganz gesund.

Es handelt sich bei dieser Behandlung um eine andere Art der Lichttherapie, als der, die bei saisonal abhängiger Depression angewendet wird.

Hat die Lichttherapie Nebenwirkungen?

Lichttherapie bei Neurodermitis
Nein, denn das Licht enthält keine ultraviolette Strahlung. Das Lichttherapiegerät ist ein sogenannter Random-Laser, bei dem die Blauanteile 80-mal so intensiv sind wie im Sonnenlicht.

Für die normalen, gesunden Zellen ist dieses Licht durchsichtig, es trifft nur die durch die Entzündung rot eingefärbten Zellen. Die Therapie hat also keine negativen Konsequenzen. Die Behandlung ist auch mit keinerlei Schmerzen verbunden, lediglich ein leichtes Kribbeln tritt auf.

Wie lange dauert die Therapie, bis Erfolge eintreten?

In der Regel tritt nach zwei Wochen - acht Sitzungen - eine deutliche Besserung auf. Bei leichten Fällen kommt es nach drei bis vier Wochen zur Abheilung. Bei schweren Fällen kann es bis zu drei Monate dauern, in Einzelfällen noch länger.

In der Regel muss die Behandlung nicht dauerhaft durchgeführt werden. Wenn die Haut einmal gesund ist, bleibt sie es. Nur in Einzelfällen muss die Therapie wiederholt werden.




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